Die Motoren

Panhead

Die Motorenreihe von Harley Davidson wurde 1948 eingehend überarbeitet. Der Knucklehead Motor erreichte nicht die gewünschten Erfolge und der Flathead war technisch veraltet. Deswegen wurde der Knucklehead Motor überarbeitet und bekam Zylinderköpfe aus Aluminium und der Ölkreislauf wurde verändert.

Der Ölverbrauch und die Schmierung waren eines der größten Probleme des alten Knucklehead Motors. Die Schmierungsleitungen wurden nun in dem Zylinder integriert und die Anzahl der Schmierpunkte erhöht. Die obenliegenden Ventile wurden durch außenliegende Stößel betätigt und 1948 durch wartungsfreie Hydrostößel ersetzt. 1953 wurden die Hydrostößel dann an die untenliegenden Nockenwelle verlegt.

Der Panhead wurde seit 1948 in zwei verschiedenen Versionen mit 989 ccm und 1207 ccm angeboten. Der Kunde bekam damit die Möglichkeit zwischen 40 und 48 PS zu wählen. Später wurde die Leistung der 1200er Motoren auf 55 PS erhöht.

Dieser Antrieb wurde ab 1952 erstmals mit Handkupplung und Fußschaltung angeboten.

Der K-Motor

1952 bot Harley Davidson den Kunden den Flathead Motor auch in einer sportlichen Version an. Der modifizierte Motor mit 750 ccm bekam modifizierte Zylinderköpfe und erreichte eine Leistung von 30 PS. Später wurde der Motor auf 888 cm Hubraum vergrößert und erreichte damit eine Leistung von 38 PS. Das leichte K-Model Motorrad erreichte damit Höchstgeschwindigkeiten vob bis zu 161 km/h, bei einem Gewicht von 182 Kilogramm.

Der Sportster Motor

Der K-Motor wurde 1957 von einem komplett neuen Motor abgelöst. Die sportlichen Modelle von Norton, BSA und Triumph zwangen Harley Davidson, ihren Kunden auch bei den Sportmotorrädern eine Alternative anzubieten. Es wurde die Sportster entwickelt, die auch einen 45º OHV V2 Motor bekam, doch mit vier unten liegenden Nockenwellen, die über ein Stirnrad angetrieben wurden. Die ersten Modelle wurden noch mit Grauguss Köpfen angeboten, deswegen erhielten sie den Spitznahmen „Ironhead“.

Das traditionelle Motorenkonzept mit separaten Motorblock und Getriebe wurde bei der Sportster verändert. Nun war das Getriebe und der Motorblock im gleichen Gehäuse untergebracht. Für damalige Zeiten war die Sportster ein Leichtgewicht, gegenüber der 270 Kilogramm schweren FL und der 355 Kilogramm schweren FLH. Im Laufe der letzten 60 Jahre wurde die Sportster auch immer mit den neuesten Motorenversionen aktuell gehalten und gilt als eine eigene Modellreihe im Harley Davidson Sortiment.

Tatsächlich gelten die Sportster als die ersten amerikanischen Superbikes, die den englischen Maschinen Paroli bieten konnten. Dabei leisteten die ersten Sportstermotoren gerade einmal 40 PS. Bis 1984 wurde die Leistung der Motorenreihe dann auf 68 PS erhöht. Die Sportster Modelle dominieren noch heute in den amerikanischen Dirtrack Rennen und in anderen spezialisierten amerikanischen Rennserien.

Auch heute noch ist die Sportster das sportliche Motorrad von Harley Davidson, auch wenn sie nicht mehr mit den Supersportlern aus Europa und Japan mithalten kann. Eine Zeitlang galten sie als Motorräder für Frauen oder Anfänger, in den letzten Jahren hat sich aber eine eigene Fangemeinde um die Sportster gebildet.

bard